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OLG Dresden Prozeßstart „Sächsische Separatisten“: Wer sind die Angeklagten?

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Junge Freiheit
24. Januar 2026 18:07
YoyoFeed Zusammengefasst

Der Prozess gegen die sogenannte Gruppe der „Sächsischen Separatisten“ hat am Oberlandesgericht (OLG) Dresden begonnen, wobei acht Männer wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und der Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens vor Gericht stehen. Die Angeklagten, im Alter zwischen 22 und 26 Jahren, sollen eine völkische und rassistische Ideologie verfolgt und die NS-Zeit verherrlicht haben.

Die Bundesanwaltschaft wirft den Männern vor, sich auf einen „Tag X“ und einen Systemumsturz vorbereitet zu haben. Dies umfasste militärische Trainings, etwa im Häuserkampf, und die Beschaffung von militärischer Ausrüstung. Ihr Ziel soll es gewesen sein, nach einem möglichen Kollaps Deutschlands mit Waffengewalt ein möglichst großes Gebiet zu erobern und dieses von „missliebigen Menschen“ zu „säubern“. Die Gruppe, die sich selbst „Sächsische Separatisten“ nannte und die Abkürzung „SS“ verwendete, soll im Februar 2020 auf Initiative von Jörg S. gegründet worden sein und insgesamt etwa 20 Mitglieder umfasst haben.

Die Ermittlungen wurden Anfang 2024 durch einen Tipp des US-amerikanischen FBI an das Bundesamt für Verfassungsschutz ausgelöst. Im November 2024 wurden die acht nun Angeklagten – Kurt H., Karl K., Kevin M., Hans-Georg P., Kevin R., Jörg S., Jörn S. und Norman T. – bei Razzien an mehreren Orten in Sachsen sowie in Zgorzelec festgenommen. Auch in Österreich gab es Durchsuchungen. Einem der Angeklagten, Kurt Hättasch, wird zusätzlich versuchter Mord vorgeworfen, da der Zugriff bei seiner Festnahme „total aus dem Ruder lief“.

Der Prozess begann chaotisch mit einem Antrag eines Anwalts auf Ausschluss der Öffentlichkeit, der jedoch abgelehnt wurde. Der Gerichtssaal im Hammerweg 26 in Dresden ist stark gesichert; Journalisten müssen strenge Sicherheitskontrollen durchlaufen. Insgesamt sind 67 oder 68 Verhandlungstermine angesetzt. Die Angeklagten werden von 19 Verteidigern vertreten, darunter bekannte Szenanwälte wie Martin Kohlmann und Peter Richter.

Wer sind die Angeklagten im Prozess der „Sächsischen Separatisten“?
Es sind acht Männer im Alter zwischen 22 und 26 Jahren angeklagt, darunter namentlich Kurt H., Karl K., Kevin M., Hans-Georg P., Kevin R., Jörg S., Jörn S. und Norman T.
Welche Ideologie wird den „Sächsischen Separatisten“ vorgeworfen und was waren ihre Ziele?
Ihnen wird eine völkische und rassistische Ideologie sowie die Verherrlichung des NS-Regimes vorgeworfen. Ihr Ziel war es, nach einem Systemumsturz mit Waffengewalt große Gebiete Sachsens zu erobern und von „missliebigen Menschen“ zu „säubern“.
Wie wurden die Ermittlungen gegen die Gruppe ausgelöst und wann erfolgten die Festnahmen?
Die Ermittlungen wurden Anfang 2024 durch einen Tipp des US-amerikanischen FBI an das Bundesamt für Verfassungsschutz ausgelöst. Die Festnahmen der acht Angeklagten erfolgten im November 2024 bei Razzien in Sachsen und Zgorzelec.