In Deutschland führte der Jahreswechsel zu Bränden, Ausschreitungen und Unfällen, obwohl Millionen Menschen friedlich feierten. Zwei 18-Jährige starben in Bielefeld durch selbstgebaute Pyrotechnik, und ein 23-Jähriger bei Rostock verlor seine Hand durch einen Böller. Ein 16-jähriges Mädchen in Leipzig wurde beim Zünden eines nicht zugelassenen Böllers schwer an der Hand verletzt.
In Berlin waren über 4.000 Polizisten im Einsatz, und trotz einiger beruhigter "Hotspots" gab es mehrere verletzte Einsatzkräfte. Die Polizei nahm über 420 Menschen fest und zählte 30 verletzte Beamte, wobei die Innensenatorin die konsequente Verfolgung von Gewalttätern forderte. Im Unfallkrankenhaus Berlin wurden über 30 Personen mit schwersten Verletzungen, darunter Amputationen, behandelt, wobei acht Minderjährige zu den Verletzten zählten.
Auch in Hamburg wurden zehn Polizisten verletzt, nachdem aus größeren Personengruppen Feuerwerk auf Wohnhäuser und Einsatzkräfte abgefeuert wurde. In Leipzig wurde die Polizei mit Pyrotechnik angegriffen, und in Connewitz sowie der Innenstadt kam es zu Zwischenfällen. Ein 40-Jähriger erlitt in Flöha lebensgefährliche Verletzungen bei dem Versuch, einen Zigarettenautomaten zu sprengen, und ein Transporter in Frankenberg wurde durch Böller in Brand gesetzt. In Hagen und Erfurt brachen Dachstuhlbrände aus, die vermutlich durch Feuerwerkskörper verursacht wurden und zu erheblichen Schäden führten.