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Bundeskanzler: Friedrich Merz zeigt sich desillusioniert von Trump und der US-Politik

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Zeit Online
vor 18 Stunden
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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich desillusioniert von Donald Trump und der US-Politik gezeigt und Europa dazu aufgerufen, sich von den USA zu emanzipieren. Auf einer CDU-Veranstaltung kritisierte Merz, dass die USA sich von einer regelbasierten Ordnung abwenden und stattdessen reine Machtpolitik betreiben, die nicht auf Völkerrecht basiere. Er äußerte sich skeptisch hinsichtlich möglicher Änderungen in Trumps Politik, da dieser Kritik nicht aufgreife, sondern von seiner eigenen Richtigkeit überzeugt sei. Merz warnte davor, die Augen vor dieser Entwicklung zu verschließen und sich dem Diktat der Großmächte zu unterwerfen, und betonte, dass Deutschland als eine der größten Industrienationen nicht in einer Nische überleben könne.

Er rief dazu auf, aus einer Position der Stärke heraus zu agieren, was eine Stärkung der europäischen Bündnispartner und eine Ausrichtung der Wirtschaft auf Wettbewerbsfähigkeit erfordere. Um in den USA respektiert zu werden, müsse Deutschland seine Interessen selbstbewusst vertreten und bereit sein, mehr und länger zu arbeiten, um die industrielle Basis zu erhalten und die Herausforderungen des Landes zu meistern. Merz kritisierte auch die europäische Debatte um das Mercosur-Freihandelsabkommen, die er angesichts der anstehenden Abstimmung im Europäischen Parlament als kleinteilig und unangebracht bezeichnete.

Was sind die Hauptkritikpunkte von Friedrich Merz an Donald Trump und der US-Politik?
Friedrich Merz kritisiert, dass die USA sich von einer regelbasierten Ordnung abwenden und stattdessen reine Machtpolitik betreiben, die nicht auf Völkerrecht basiert. Er ist desillusioniert, da Trump auf Kritik nicht eingehe und von seiner eigenen Richtigkeit überzeugt sei.
Welchen Rat gibt Merz Europa angesichts der aktuellen US-Politik?
Merz fordert Europa auf, sich von den USA zu emanzipieren, sich nicht länger klein zu machen und aus einer Position der Stärke heraus zu agieren. Er betont die Notwendigkeit, europäische Bündnispartner zu stärken und die eigene Wirtschaft wettbewerbsfähiger zu machen.
Warum ist Merz kritisch gegenüber der Debatte um das Mercosur-Abkommen?
Merz hält die Diskussion um das Mercosur-Freihandelsabkommen für kleinteilig und unangebracht, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Abstimmung im Europäischen Parlament nach über 26 Jahren Verhandlung. Er scheint die Priorisierung solcher Themen angesichts größerer außen- und innenpolitischer Herausforderungen in Frage zu stellen.