Die für Freitagvormittag angesetzte Pressekonferenz zur geplanten E-Auto-Prämie der Bundesregierung wurde überraschend auf Montag verschoben. Als Grund wurden „letzte Detailabstimmungen innerhalb der Bundesregierung“ angegeben. Tatsächlich steckt dahinter ein Streit innerhalb der schwarz-roten Koalition, ausgelöst durch die Regelung von Umweltminister Carsten Schneider (SPD) bezüglich der Förderung von Hybrid-Autos. Das Kanzleramt stoppte die Pressekonferenz am Donnerstagabend, um die Berechnungen des Umweltministeriums über das Wochenende zu prüfen. Die Befürchtung im Kanzleramt ist, dass das geplante Fördermodell deutsche Autobauer benachteiligen könnte, ein Vorwurf, den das Umweltministerium zurückweist.
Der ursprüngliche Plan sah vor, dass alle, die ab dem 1. Januar 2026 neu zugelassene E-Autos oder bestimmte Plug-In-Hybride besitzen und unter einer bestimmten Einkommensgrenze liegen, Fördermittel beantragen können. Die Einkommensgrenze lag in einem früheren Entwurf bei 80.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen pro Haushalt. Die Fördersummen sollen je nach Auto, Einkommen und Familiengröße zwischen 1500 und 6000 Euro liegen und rückwirkend beantragt werden können. Ein Online-Portal zur Beantragung soll im Mai freigeschaltet werden. Die Förderung ist ausschließlich für Privathaushalte und Neuwagen gedacht, nicht für Firmenfahrzeuge. Insgesamt stellt die Bundesregierung 3 Milliarden Euro zur Verfügung.