Nach einem tödlichen Anschlag auf US-Kräfte in Syrien hat Präsident Donald Trump eine Vergeltung gegen den Islamischen Staat (IS) angekündigt. Bei dem Angriff, der sich in der Nähe der antiken Stadt Palmyra ereignete, kamen zwei US-Soldaten und ein US-Dolmetscher ums Leben, drei weitere Soldaten wurden verletzt. Trump bezeichnete den Vorfall als einen "IS-Angriff gegen die USA und Syrien" und schwor, dass es "sehr harte Vergeltungsmaßnahmen" geben werde.
Das Pentagon teilte mit, dass die US-Soldaten im Rahmen von Operationen zur Bekämpfung des IS und des Terrorismus in der Region im Einsatz waren. Die zuständige Kommandozentrale des US-Militärs, Centcom, stufte den Angriff als Tat eines Einzeltäters ein und betonte, dass sich der Vorfall in einem Gebiet ereignete, das nicht unter der Kontrolle des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa stehe. Trump nahm al-Scharaa ausdrücklich von der Verantwortung aus und äußerte sich positiv über dessen Fähigkeit, Syrien zu einem erfolgreichen Land zu machen, nachdem er ihn erst kürzlich im Weißen Haus empfangen hatte.
Laut der syrischen Nachrichtenagentur Sana wurden bei dem Angriff auch zwei syrische Soldaten verletzt, während der Angreifer getötet wurde. US-Hubschrauber brachten die Verwundeten zu einer Militärbasis nahe der jordanisch-irakischen Grenze. Derzeit sind etwa 1000 US-Soldaten in Syrien stationiert, nachdem die USA im Frühjahr eine Reduzierung ihrer Präsenz von etwa 2000 Soldaten angekündigt hatten, was mit Erfolgen im Kampf gegen den IS begründet wurde. Die USA führen eine internationale Koalition im Kampf gegen den IS, der zwar militärisch besiegt gilt, aber in beiden Ländern weiterhin aktiv ist und Anschläge verübt.