Der deutsche Schauspieler Rolf Becker ist im Alter von 90 Jahren in Hamburg gestorben. Er verstarb in einem Hospiz, wenige Monate nach seinem 90. Geburtstag. Becker, der 1935 in Leipzig geboren wurde, etablierte sich sowohl auf der Theaterbühne als auch in Film und Fernsehen. Er wirkte in Produktionen wie der "Trenck"-Serie (1971) und "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" (1976) mit und hatte Gastauftritte in bekannten Serien wie "Großstadtrevier", "Tatort" und "Rosamunde Pilcher". Einem breiten Publikum wurde er durch seine Rolle als Otto Stein in der ARD-Arztserie "In aller Freundschaft" bekannt, die er seit 2006 innehatte.
Becker begann seine Karriere mit Stationen in München, Darmstadt und Ulm, bevor er 1963 ans Theater Bremen wechselte, wo er auch Regie führte. In seiner Wahlheimat Hamburg war er Teil des Ensembles am Deutschen Schauspielhaus und am Thalia Theater. Seine markante Stimme wurde auch durch Hörbücher einem breiteren Publikum zugänglich. Politisch engagierte sich Becker, der seine pazifistischen Ansichten aus eigener Erfahrung als Zeitzeuge des Zweiten Weltkriegs schöpfte. Er gab sein schauspielerisches Erbe an seine Kinder Ben und Meret Becker weiter, die ebenfalls Schauspieler sind. Becker war in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Sylvia Wempner verheiratet, mit der er drei Söhne hat.