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Internationale Vermittlung: Syrien verlängert Waffenruhe mit kurdischen Kämpfern

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FAZ.NET
24. Januar 2026 21:51
YoyoFeed Zusammengefasst

Eine Waffenruhe zwischen der syrischen Übergangsregierung und den kurdischen Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) wurde nach Kämpfen im Nordosten des Landes um 15 Tage verlängert. Diese Verlängerung, die durch internationale Vermittlung zustande kam, soll die Verlegung von inhaftierten IS-Angehörigen aus syrischen Gefängnissen in den Irak erleichtern. Die syrische Übergangsregierung hatte zuvor militärisch gegen kurdisch kontrollierte Gebiete im Nordosten vorgegangen und dabei erhebliche Gebiete unter staatliche Kontrolle gebracht.

Die Gefängnisse und Lager für IS-Kämpfer und deren Angehörige befanden sich zuletzt unter der Kontrolle kurdischer Kräfte. Die Kämpfe und die Übernahme einiger Einrichtungen durch Regierungstruppen hatten Sorgen vor einem Kontrollverlust und möglichen Ausbrüchen von Inhaftierten ausgelöst. Im Rahmen der Waffenruhe haben die USA bereits mit der Verlegung von Dutzenden IS-Anhängern in den Irak begonnen, mit dem Ziel, bis zu 7.000 Personen in das Nachbarland zu bringen. Diese Personen besitzen sowohl irakische als auch ausländische Staatsbürgerschaften.

Nach Erkenntnissen deutscher Sicherheitsbehörden befanden sich vor Beginn der syrischen Offensive etwa 40 Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit in kurdischem Gewahrsam. Es ist unklar, ob diese Personen ebenfalls in den Irak verlegt werden, und eine Rückholung dieser Männer nach Deutschland ist derzeit nicht geplant. Die zuvor vereinbarte Waffenruhe war ausgelaufen, und die SDF sollten im Rahmen dieser Waffenruhe einen Plan zur Eingliederung weiterer Institutionen in die gesamtstaatliche syrische Ordnung vorlegen, basierend auf einer früheren Einigung zur Integration kurdisch selbstverwalteter Institutionen in den Staatsapparat.