Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen hat die Ankündigung von US-Präsident Trump, keine Strafzölle gegen europäische Länder zu erheben, begrüßt. Dies sei ein positiver Schritt, der zu normaleren Kommunikationskanälen zurückkehren lasse und die Menschen in Grönland respektiere. Trump zog seine angedrohten Strafzölle überraschend zurück, nachdem er sich mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte auf einen Rahmen für ein mögliches zukünftiges Abkommen zu Grönland geeinigt hatte. Konkrete Details zu diesem Abkommen wurden nicht genannt, weitere Informationen sollen folgen.
Die Pläne von US-Präsident Trump zum Kauf Grönlands sind für Russland irrelevant, so Präsident Wladimir Putin. Er verglich die Situation mit dem Verkauf Alaskas an die USA im 19. Jahrhundert und schätzte den Wert Grönlands auf 200 bis 250 Millionen Dollar. Die NATO-Verbündeten wollen gemeinsam die Sicherheit in der Arktis gewährleisten und Gespräche mit Dänemark, Grönland und den USA fortsetzen, um eine Einflussnahme von Russland und China in der Region zu verhindern.
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock äußerte sich skeptisch bezüglich der angeblichen Beilegung des Grönland-Streits. Sie betonte, dass man abwarten müsse, was substanziell vereinbart worden sei, und sich nicht zu früh freuen solle, bis die genauen Absprachen "schwarz auf weiß" vorlägen. Trump selbst bezeichnete die geplante Rahmenvereinbarung zu Grönland als langfristiges Abkommen und schloss Gewaltanwendung im Grönland-Streit aus.