Die AfD prüft den Auftritt von Alexander Eichwald bei der Gründungskongress der neuen Jugendorganisation "Generation Deutschland" in Gießen. Eichwald sorgte mit einer Rede für Aufregung, deren Stil und Inhalte an Adolf Hitler erinnerten. Er bewarb sich für einen Posten im Vorstand, wobei er mit einem gerollten "R" sprach und Sätze wie "Die Liebe und Treue zu Deutschland teilen wir uns hier gemeinsam" verwendete.
Der frisch gewählte Chef des AfD-Nachwuchses, Jean Pascal Hohm, distanzierte sich von Eichwalds Auftritt und betonte, dass jemand, der so auftritt, nichts in der AfD zu suchen habe. Auch die AfD-Spitze um Parteichef Tino Chrupalla hat eine Überprüfung von Eichwalds Daten und Mitgliedsrechten angeordnet, da er sich mit seinem Vortrag von den Grundsätzen der Partei distanziert habe.
Eichwald erklärte sein rollendes "R" damit, Russlanddeutscher zu sein, und gab auf Nachfrage an, dass sein Auftritt ernst gemeint gewesen sei. Es gab Spekulationen, ob er ein Provokateur oder V-Mann sein könnte. Laut Medienberichten trat er zuvor als Musiker "Alex Oak" in Erscheinung, wobei er dies auf der Veranstaltung verneint haben soll. Eichwald ist erst seit Kurzem Mitglied der AfD und hat im nordrhein-westfälischen Herford ein Praktikum absolviert sowie eine Rolle als sachkundiger Bürger in der AfD-Fraktion inne. Er unterlag bei der Vorstandswahl deutlich, erhielt aber immerhin 12 Prozent der Stimmen.