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Presseschau: Trump redet in Davos wie "ein Machtpolitiker, der Kreide gefressen hat"

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STERN.de
21. Januar 2026 18:35
YoyoFeed Zusammengefasst

US-Präsident Donald Trump hat in Davos eine Rede gehalten, die bei europäischen Partnern gemischte Gefühle hinterlassen hat. Obwohl der Tonfall weniger aggressiv war als erwartet, bekräftigte Trump seine Forderungen und Kritik. Er warf europäischen und NATO-Partnern vor, sich auf Kosten der USA zu bereichern, und wiederholte seinen Anspruch auf Grönland. Trump pries zudem seine Migrations- und Handelspolitik und bezeichnete die USA als das "angesagteste Land der Welt".

Die europäische Presse sieht in Trumps Rede keine neuen Erkenntnisse für den Umgang mit ihm, da er weiterhin das Verteidigungsbündnis NATO als von den USA finanzierten "Schmarotzer" darstellt. Kritiker bemängeln, dass Trumps Rhetorik das Vertrauen innerhalb der NATO untergrabe. Einige Kommentatoren argumentieren, dass Europa mit geschlossener Haltung und ähnlichen handelspolitischen Maßnahmen auf Trumps Drohungen reagieren könnte.

Die Rede hat die NATO weiter in eine Krise gestürzt, da Trumps Beharren auf Grönland und seine Infragestellung der Bündnisbereitschaft der Verbündeten das Beistandsversprechen schwächen. Die europäischen Staaten werden weiterhin aufgefordert, sich selbstbewusster zu positionieren und Trumps imperialen Ansprüchen entgegenzutreten, ohne den Konflikt unnötig zu eskalieren. Die Begründung für seinen Grönland-Anspruch, die auf der schnellen Eroberung Dänemarks durch Hitler-Deutschland beruht, wird als erschreckend und als Beweis für die tiefe Krise der NATO angesehen.

Welche Hauptkritikpunkte äußerte Donald Trump gegenüber den NATO-Partnern in seiner Davos-Rede?
Trump warf den NATO-Partnern vor, sich auf Kosten der USA zu bereichern und zweifelte ihre Bereitschaft an, die USA zu schützen.
Wie wird die Haltung Trumps bezüglich Grönland in den deutschen Pressestimmen bewertet?
Trumps erneutes Beharren auf Grönland und seine Begründung dafür, die auf historischen Eroberungen basiert, wird als imperialer Anspruch und als tiefgreifende Krise für die NATO angesehen.
Welche Empfehlungen geben die Kommentatoren für den Umgang Europas mit Trumps Politik?
Es wird empfohlen, dass Europa sich selbstbewusster positioniert, geschlossen und mit ähnlichen handelspolitischen Maßnahmen auf Trumps Drohungen reagiert, ohne den Konflikt unnötig zu eskalieren.