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Doch Verbrenner? EU-Kurswechsel möglich

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SWR
12. Dezember 2025 20:00
YoyoFeed Zusammengefasst

EU-Kurswechsel beim Verbrenner-Aus möglich

Die Europäische Union erwägt offenbar eine Kehrtwende bezüglich des geplanten Ausstiegs aus Verbrennungsmotoren ab 2035. Statt eines vollständigen Verbots sollen neue Pkw ab diesem Datum lediglich eine Reduzierung ihrer CO₂-Emissionen um 90 Prozent aufweisen müssen. Auch für 2040 ist kein vollständiges Emissionsziel mehr vorgesehen. Dieser Kurswechsel wird von Vertretern der EVP-Fraktion, wie Manfred Weber, als Erfolg gewertet, da er das Technologieverbot für Verbrennungsmotoren aufhebe und somit Tausende von Arbeitsplätzen sichere.

Die Entscheidung, die auf Druck der Automobilindustrie und mehrerer Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, getroffen wird, soll angeblich in der kommenden Woche offiziell verkündet werden. Deutschland, vertreten durch Bundeskanzler Friedrich Merz, hat seine Unterstützung für diesen neuen Weg signalisiert, der eine technologische Offenheit anstrebt und wirtschaftliche Härten für die Industrie abfedern soll. Frankreich und Polen gehören ebenfalls zu den Ländern, die sich für Anpassungen und mehr Flexibilität ausgesprochen haben.

Kritiker warnen jedoch, dass diese Entscheidung der deutschen Autoindustrie kurzfristig zwar Erleichterung verschaffe, langfristig aber vor allem chinesischen Herstellern in die Hände spiele, die bereits technologisch führend seien. Es wird befürchtet, dass die Hersteller durch diese Neuausrichtung weiterhin in Verbrennertechnologien investieren, anstatt konsequent auf Elektromobilität zu setzen. Die genauen Ausnahmen und Bedingungen, unter denen Verbrenner nach 2035 noch zugelassen werden könnten – ob für klassische Motoren, Plug-in-Hybride oder Fahrzeuge mit Range-Extendern – sind noch unklar. Die EU-Kommission plant zudem, eine Batteriestrategie sowie Vorschläge zu umweltfreundlicheren Kraftstoffen vorzulegen.

Warum ändert die EU ihren Kurs beim Verbrenner-Aus?
Die EU ändert ihren Kurs beim Verbrenner-Aus aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Autoindustrie, dem Wunsch nach technologischer Offenheit und der Sicherung von Arbeitsplätzen. Zahlreiche Mitgliedsstaaten und die Automobilindustrie hatten auf eine Anpassung gedrängt, um wirtschaftliche Härten abzufedern und den Herstellern mehr Planungssicherheit zu geben.
Welche konkreten Änderungen sind geplant, und was bedeutet das für Verbrennungsmotoren?
Ab 2035 sollen Neuwagen eine Reduzierung der CO₂-Emissionen um 90 Prozent erreichen, anstatt einer vollständigen Neutralität. Das bedeutet, dass Verbrennungsmotoren weiterhin zugelassen werden könnten, solange sie die verschärften Emissionsgrenzwerte einhalten und beispielsweise mit synthetischen Kraftstoffen betrieben werden. Ein vollständiges Technologieverbot für Verbrenner ist damit vom Tisch.
Welche Kritikpunkte gibt es an dieser Kehrtwende?
Kritiker befürchten, dass die Abkehr vom strengen Ausstiegsplan die deutsche Autoindustrie kurzfristig entlastet, aber langfristig chinesischen Herstellern einen größeren Vorteil verschafft, da diese in der Elektromobilität und Batterietechnologie bereits führend sind. Es wird auch bemängelt, dass dies deutsche Hersteller davon abhalten könnte, vollständig auf Elektromobilität umzusteigen.