Tausende Menschen protestieren im Iran seit Ende Dezember 2025 gegen das Mullah-Regime. Auslöser für die Massendemonstrationen ist eine schwere Wirtschaftskrise, die sich insbesondere im dramatischen Wertverlust des iranischen Rial und einer hohen Inflation manifestiert. Die Proteste begannen bei Händlern in Teherans Basaren, die durch den Währungsverfall und die Unfähigkeit, Preise zu kalkulieren, in ihrer Existenz bedroht sind, und weiteten sich schnell auf zahlreiche Städte und Universitäten im ganzen Land aus.
Die Demonstrierenden fordern nicht nur wirtschaftliche Hilfe, sondern auch grundlegende Freiheiten und ein Ende des Mullah-Regimes, wobei Rufe wie „Tod dem Diktator!“ laut wurden, die sich gegen den obersten religiösen Führer Ali Chamenei richten. Das Regime reagierte auf die Proteste mit Gewalt, setzte Tränengas und gepanzerte Fahrzeuge ein und blockierte teilweise den Internetzugang. Menschenrechtsorganisationen berichten von über 30 Toten, Hunderten Verletzten und mehr als 1.200 Festnahmen. Die aktuellen Proteste gelten als die größten seit der "Frau, Leben, Freiheit"-Bewegung von 2022/23, obwohl ihr Ausmaß noch nicht das damalige erreicht hat.
Die wirtschaftliche Notlage wird durch internationale Sanktionen verstärkt, die 2025 von der UN und EU aufgrund des Atomprogramms und der Menschenrechtsverletzungen Irans wieder in Kraft gesetzt oder verschärft wurden. Die iranische Regierung hat einerseits angekündigt, weiterhin hart gegen Demonstranten vorzugehen, andererseits aber auch wirtschaftliche Reformen und monatliche Zahlungen für alle Bürger in Aussicht gestellt, um die größte finanzielle Not zu lindern. Es bleibt offen, ob diese Proteste zu einem Machtwechsel im Iran führen können, wobei US-Präsident Donald Trump mit einem Eingreifen droht, sollten weitere Demonstranten getötet werden.