Die Silvesternacht in Deutschland war von zahlreichen Vorfällen geprägt, darunter Brände, Verletzte und Todesfälle. In Crans-Montana in der Schweiz ereignete sich eine Katastrophe in einer Bar und Lounge, bei der es nach ersten Erkenntnissen "mehrere Dutzend Tote" und etwa hundert Verletzte gab. Ursächlich war ein Feuer, und es wird wegen Brandstiftung ermittelt, ein Anschlag wird ausgeschlossen. In Duisburg wurde ein Obdachloser im Streit um Pfandgeld erwürgt. Eine 88-jährige Frau starb in Würzburg nach einem Wohnungsbrand, der vermutlich durch eine Silvesterrakete auf ihrem Balkon ausgelöst wurde.
In Lahr und Stuttgart verloren Männer durch Böllerexplosionen Finger, wobei in Stuttgart weitere Amputationen drohen könnten. Die Ukraine hat unterdessen mit deutscher Unterstützung zwei weitere Patriot-Flugabwehrsysteme erhalten und setzt diese zum Schutz ihrer Städte ein. In Garmisch-Partenkirchen wurden drei Jugendliche mit 525 Böllern, teilweise gefährlich kombiniert, sichergestellt. In Dortmund brachen vier Pferde in Panik aus und liefen ins Stadtgebiet, nachdem sie durch Böllerwürfe aufgeschreckt wurden. In Wiesbaden kam es kurz nach Mitternacht zu einer tödlichen Messerattacke, bei der ein 23-Jähriger starb und ein 22-Jähriger schwer verletzt wurde; zwei Tatverdächtige befinden sich in Polizeigewahrsam. Die Niederlande verzeichneten eine noch nie dagewesene Gewaltwelle gegen die Polizei, bei der Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern und Benzinbomben attackiert wurden, was zu einer landesweiten Warnung an die Bevölkerung führte, Rettungsdienste nur in absoluten Notfällen zu alarmieren.