Bundeskanzler Friedrich Merz reiste nach Indien, um strategische Partnerschaften in einer Zeit globaler Unsicherheit zu knüpfen, insbesondere angesichts der aggressiven Politik von US-Präsident Trump und Chinas Expansionsbestrebungen. Merz betonte die Bedeutung Indiens als Wunschpartner für Deutschland, sowohl wirtschaftlich als auch politisch, da es eine aufstrebende Demokratie mit einer wachsenden Wirtschaft darstellt.
Bei seinem Besuch in Ahmedabad wurde Merz von indischem Ministerpräsidenten Narendra Modi mit einer aufwändigen Plakatkampagne und einer Einladung in dessen Heimatbundesstaat Gujarat empfangen, eine Ehre, die zuvor nur wenigen Staatsgästen zuteilwurde. Beide Regierungschefs trafen sich zu ausführlichen Gesprächen und unterzeichneten eine Erklärung zur engeren Rüstungskooperation, mit dem Ziel, die Abhängigkeit Indiens von Russland zu verringern.
Merz zeigte sich optimistisch bezüglich eines baldigen Durchbruchs bei den Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien. Trotz der fortgesetzten Waffen- und Energiegeschäfte Indiens mit Russland, die Merz zwar ansprach, aber nicht offensiv thematisierte, hob er die großen Gemeinsamkeiten hervor, die eine engere Partnerschaft zwischen Deutschland und Indien in einer sich wandelnden Weltordnung ermöglichen.