Am Donnerstagnachmittag stoppte die Polizei in Berlin-Charlottenburg erneut ein sogenanntes Kokstaxi. Zivilkräfte nahmen eine Frau und zwei Männer wegen des Verdachts des unerlaubten Drogenhandels fest, nachdem sie mutmaßliches Kokain und ein Messer im Fahrzeug und bei den Insassen gefunden hatten. Einer der Männer leistete Widerstand, was zur Verletzung einer Polizistin und eines Polizisten im Bereich der Arme und Beine führte. Das Fahrzeug war zuvor durch seine auffällige Fahrweise aufgefallen, und die Beamten beobachteten einen mutmaßlichen Drogendeal des Beifahrers mit einem zugestiegenen Fahrgast. Die Kontrolle fand an der Kreuzung Wilmersdorfer Straße/Giesebrechtstraße statt.
Nach der Festnahme wurden auch die Wohnungen der Männer durchsucht. In der Wohnung des 23-jährigen Fahrgastes stellten die Ermittler zahlreiche Verkaufseinheiten von Betäubungsmitteln wie Kokain, Cannabis, Ecstasy und Haschisch sowie Verpackungsmaterial sicher. In der Wohnung des 40-jährigen Beifahrers wurden eine Schreckschusspistole und weiteres Verpackungsmaterial gefunden. Beide Männer wurden nach der Vernehmung wieder entlassen.
Nur einen Tag zuvor war ebenfalls in Berlin-Charlottenburg ein ähnlicher Fall aufgedeckt worden, bei dem die Polizei ein Kokstaxi stoppte und zwei mutmaßliche Drogendealer festnahm. Damals wurden Cannabis, Amphetamin, Kokain, Ecstasy, zwei Handys und eine größere Geldsumme beschlagnahmt. Der Fahrer und sein Beifahrer sollten einem Haftrichter vorgeführt werden.