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Angriff auf Venezuela: China und Brasilien kritisieren die USA scharf, Lob aus Argentinien und Israel

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Spiegel
4. Januar 2026 10:18
YoyoFeed Zusammengefasst

Nach dem Angriff der USA auf Venezuela und der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro gibt es weltweit geteilte Reaktionen. China, ein wichtiger Verbündeter Venezuelas, zeigte sich "zutiefst schockiert" und verurteilte die Anwendung von Gewalt gegen einen souveränen Staat und dessen Präsidenten scharf. Diese Aktion stelle eine schwere Verletzung der Souveränität Venezuelas dar und schaffe einen gefährlichen Präzedenzfall für die internationale Gemeinschaft. Russland und Iran verurteilten den Angriff ebenfalls als "zutiefst besorgniserregend und verurteilenswert" bzw. als "eindeutige Verletzung der nationalen Souveränität". Auch Chile und Uruguay schlossen sich der Kritik an und forderten eine friedliche Lösung der Krise.

Angriff auf Venezuela: China und Brasilien kritisieren die USA scharf, Lob aus Argentinien und Israel - 
                    1. Resim

Im Gegensatz dazu lobte Argentiniens Präsident Javier Milei die militärische Intervention der USA und bezeichnete sie als "exzellente Nachrichten für die freie Welt", da sie den Zusammenbruch eines Diktatorregimes darstelle. Ähnlich äußerte sich Israels Premierminister Benjamin Netanyahu, der US-Präsident Donald Trump für seine "mutige und historische Führungsrolle im Namen der Freiheit und Gerechtigkeit" gratulierte. UN-Generalsekretär António Guterres äußerte sich zutiefst besorgt über die Nichteinhaltung des Völkerrechts und betonte die Wichtigkeit der UN-Charta.

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Europäische Staats- und Regierungschefs reagierten zurückhaltend. Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete die rechtliche Einordnung als komplex, betonte aber die Notwendigkeit der Einhaltung des Völkerrechts und eines geordneteten Übergangs in Venezuela. Er kritisierte Maduro als eine problematische Figur, die das Land ins Verderben geführt und Wahlen gefälscht habe. Der britische Premierminister Keir Starmer bat um mehr Zeit zur Beurteilung der Lage, versicherte jedoch, dass Großbritannien nicht an der Operation beteiligt gewesen sei und das Völkerrecht eingehalten werden müsse. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron forderte einen friedlichen und demokratischen Übergang, der den Willen des venezolanischen Volkes achte. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verfolgte die Lage aufmerksam und betonte die Unterstützung für einen friedlichen Übergang unter Respektierung des Völkerrechts. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zog Parallelen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin und deutete an, dass Diktatoren auf diese Weise behandelt werden sollten.

Welche Länder kritisierten den US-Angriff auf Venezuela am schärfsten?
China, Russland und Iran kritisierten den US-Angriff auf Venezuela am schärfsten und verurteilten die Anwendung von Gewalt gegen einen souveränen Staat und dessen Präsidenten.
Welche Länder äußerten Lob für die US-Intervention?
Argentinien und Israel äußerten Lob für die US-Intervention. Argentiniens Präsident Javier Milei bezeichnete sie als gute Nachricht für die freie Welt, während Israels Premierminister Benjamin Netanyahu US-Präsident Trump für seine Führungsrolle gratulierte.
Wie reagierten die Vereinten Nationen und europäische Länder auf den Vorfall?
UN-Generalsekretär António Guterres äußerte sich besorgt über die Nichteinhaltung des Völkerrechts. Europäische Staats- und Regierungschefs wie Deutschland, Großbritannien und Frankreich reagierten zurückhaltend, betonten die Einhaltung des Völkerrechts und forderten einen friedlichen Übergang in Venezuela.